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Eine schöne Frau ist ein Paradies für die Augen, eine Hölle für die Seele und ein Fegefeuer für den Geldbeutel

Autor:
Dr. Walter Kiefl
Verlag:
Mentalibre; München
Erscheinungsjahr:
2017
Sonstiges:

ISBN 978-3-940223-24-1
72 Seiten
7,50 Euro

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Leseprobe
Vorbemerkungen

Die nachfolgenden Zitate stellen eine kleine Auswahl aus einer umfangreichen, nach Stichwörtern gegliederten lexikalischen Zusammenstellung von Aphorismen dar (*1). Gemäß der auch diesem Vorhaben zugrunde liegenden Orientierung überwiegen dabei skeptische, kritische und ironische Bemerkungen, so dass die vorliegende bewusste und daher einseitige Auswahl keinen Anspruch auf Repräsentativität erheben kann. Bemerkenswert scheint dabei, dass
a) es bei der Durchsicht sämtlicher mir bekannt gewordenen Bemerkungen über Frauen und Männer (d.h. einschließlich der hier nicht widergegebenen Zitate) deutlich mehr Aussagen über Frauen als über Männer gibt und
b) Frauen dabei im allgemeinen schlechter wegkommen als Männer.

Dafür bieten sich mehrere plausible Erklärungen an:
– Viele Jahrhunderte lang waren Männer aufgrund ihrer privilegierten sozialen Stellung sowohl als Autoren als auch als Sammler und Herausgeber von Aphorismen deutlich überrepräsentiert.

– Für Männer sind im allgemeinen Frauen interessanter, begehrter und rätselhafter als Männer.

– Emanzipatorisches und feministisches Gedankengut und entsprechende Initiativen zur Aufhebung immer noch verbreiteten Ungleichbehandlung haben auch literarisch „unfreundliche“ Reaktionen von sich dadurch bedroht fühlenden Männern hervorgerufen.

– Vor allem aber: Frauen haben – auch aufgrund ihrer jahrhundertelangen sozialen Diskriminierung – manche Eigenschaften und Verhaltensweisen entwickelt und kultiviert, die von Männern als seltsam oder ärgerlich empfunden bzw. gesellschaftlich und religiös negativ bewertet wurden (z.B. Eitelkeit, Koketterie, Neugier, Kauflust, Launenhaftigkeit). Dies schlägt sich auch in einer nicht unbeträchtlichen misogynen Literatur nieder (*2). Vereinfacht ausgedrückt: Männer, die über viele Generationen das Patriarchat mitgetragen und mehrheitlich davon profitiert haben, klagen über bestimmte Eigenschaften und Verhaltensweisen, die die Opfer dieser sie insgesamt begünstigenden Herrschaftsform entwickelt haben bzw. für ein erträglicheres Dasein entwickeln mussten. Typisch dafür ist eine Bemerkung von Johann Wolfgang von Goethe: „Ich bedauere den Mann, der sich an ein Mädchen hängt. Ich sehe ihn als einen Gefangenen an. Sie sagen ja auch immer, es sei so. Er wird aus seiner Welt in die unsere herüber gezogen, mit der doch im Grunde nichts Gemeines hat. Er betrügt sich eine Zeitlang und wehe uns, wenn ihm die Augen aufgehen! „ (*3). Es ist schwer vorstellbar, dass Goethe – und auch viele andere aufgeklärte Männer seiner Zeit und späterer Epochen – den Zusammenhang zwischen der allgemein herrschenden Unterprivilegierung der Frauen und ihren sich daraus ergebenden ungünstigeren Lebens- und Entwicklungschancen offenbar nicht erkannt haben oder nicht erkennen wollten. Dabei haben ihnen auch überwiegend im 19. Jahrhundert aufkommende naturwissenschaftlich anmutende Theorien geholfen, die den Frauen im Vergleich zu den Männern weniger Intelligenz, Tatkraft und Kreativität unterstellt und sie – oft fürsorglich verbrämt – mancher Rechte beschnitten und auf ihre traditionellen und vielfach beschränkten Betätigungsfelder verwiesen haben.

Fazit: Sätze wie „Bleibe bei der Schale einer Frau so lange wie möglich, denn der Kern ist bitter.“ oder„Alles, was man über Frauen sagt, klingt irgendwie böse“ wurden zumeist von Männern formuliert und sagen weniger über das „Wesen“ von Frauen aus, als mehr über ihre Wahrnehmung, Behandlung und Deformierung während einer jahrhundertealten patriarchalischen Tradition.
Rezension

Klappentext

Gedanken und Zitate

Nachdenkenswertes über Frauen, Schönheit, Verführung und Ehe

„Liebe oder Hass – ein Drittes kennen die Frauen nicht“ oder„Alles, was man über Frauen sagt, klingt irgendwie böse“ Solche und andere kritische Sätze – zumeist von Männern formuliert – sagen weniger über das „Wesen“ von Frauen aus, als mehr über ihre Wahrnehmung, Behandlung und Deformierung während einer jahrhundertealten patriarchalischen Tradition.

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